Damit die Busse öfter über Stadtgrenzen fahren

Von vielen guten Aktionen im Wahlkampf hat mir die gemeinsame der Grünen in Dortmund und Castrop-Rauxel besonders gut gefallen. Sie haben an einem Samstag Ende August 2020 einen Museumsbus im 20-Minuten-Takt von Castrop-.Rauxel nach Dortmund-Westerfilde, zur dortigen S-Bahn-Station fahren lassen und damit eine ÖPNV-Lücke über die Stadtgrenze hinweg – wenigstens demonstrativ für einen Tag – geschlossen.

Im Ruhrgebiet gibt es gefühlt hunderte solcher Lücken im Liniennetz an Stadtgrenzen (siehe unten). Grund ist, dass wider besseres Wissen jede Stadt ihren und jeder Kreis seinen Nahverkehrsplan in Eigenregie erstellt. Die “Fortschreibung” passiert oft eng verbunden mit eigenen Nahverkehrsunternehmen. Eine “Neuaufstellung” eines regionalen Nahverkehrsplan, wie wir Grüne ihn seit langem und auch jetzt wieder in unserem Wahlprogramm zur #RUHRWAHL fordern, würde diese Binnensicht innerhalb von Stadt- und Kreisgrenzen überwinden.

Wer auf der Webseite des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr VVR nach zusammenhängenden Busfahrplänen für die Metropole Ruhr sucht, kann lange suchen. Es gibt regionale Pläne für das S-Bahn-Netz und Schnellbuslinien. Aber wer die Busverbindungen zwischen eng aneinandergrenzenden Städten sucht, darf sich ein Sammelsurium von ganz unterschiedlich gestrickten Einzelplänen nach Stadtname von A bis Z herunterladen unter https://www.vrr.de/de/fahrplan-mobilitaet/stadt-linien-netzplaene/. Viel Spaß beim Puzzeln! Einige Pläne, zum Beispiel Gelsenkirchen, Bochum, Witten, machen schon vom Design her deutlich, dass man bitteschön innerhalb der Stadt bleiben möge: Alles außerhalb der Stadtgrenze wird maskiert dargestellt. Als lebten Menschen hier nicht in einer Metropole, sondern auf Inseln…

Für politische Erkenntnisse und “NICHT-ÄRGERN-GRÜN-WÄHLEN”-Brettspiele (im Bild die Edition “Von Castrop-Rauxel nach Dortmund-Westerfilde”) ist daher die ÖPNV-Ansicht von Open Street Maps besser geeignet. Im Netz wie im Alltag – denken ganz offentlich wieder einmal die meisten Menschen weiter als in den Rathäusern des Ruhrgebiets. Auf den städteübergreifenden Übersichten von OpenStreetMaps kann man das uneffektive Planungsdesaster, diese “Spinnen” an den Stadtgrenzen, sofort erkennen. Viel zu viele Busse wenden statt durchzufahren bis zum nächsten wichtigen Linienknotenpunkt in der Nachbarstadt. Manchmal fehlen nur wenige hundert Meter (siehe unten). Letztlich sind die Linienpläne für den öffentliche Nahverkehr das Beispiel für Kirchturmsdenken im Ruhrgebiet, das eigentlich keinem – von ein paar Besitzstandswahrern abgesehen – hilft.

An Erkenntnissen und Analysen – zuletzt wissenschaftlich untermauert im Regionalen Mobilitäts-Entwicklungskonzept des Regionalverbands Ruhr – mangelt es nicht. Damit diese “Sackgassen” im Öffentlichen Nahverkehr endlich aufgelöst werden, hilft nur eines: Die Nahverkehrsplanung gehört in regionale Hände und sollte nach einheitlich vereinbarten Standards verbessert werden. Das wäre eine ideale Zusatzaufgabe für das neu gewählte Ruhrparlament und ein guter erster Schritt, um das Durcheinander der unterschiedlichen Verkehrsgesellschaften gleich mit zu sortieren.

Damit die Stadträte und die Kreistage endlich ihre Zuständigkeit für die Nahverkehrsplanung endlich an den Regionalverband Ruhr abgeben, müssen sie ordentlich Druck bekommen. Die Direktwahl des #Ruhrparlament (s) ist dafür eine riesige Chance. Deshalb: am 13.09. GRÜN WÄHLEN. Vielen Dank!

Hier sind noch ein paar mehr Beispiele für solche nervigen Netz-Lücken an Stadtgrenzen. Angegeben ist die ungefähre Strecke in Metern, die zusätzlich mehr gefahren müsste, um eine durchgängige Buslinie von beiden Seiten zu bekommen:

  • Gelsenkirchen “Katernberger Str.”, ca. 450 Meter bis Essen “Schalker Str.”
  • Essen “Grimbergstr.” ca. 2.000 Meter bis Bochum “Gelsenkirchener Str.”
  • Essen “Dellwig Bahnhof”, ca . 1.100 Meter bis Oberhausen “Ripshorster Str.”
  • Dinslaken “Erlenstr.”, ca. 1.000 Meter bis Oberhausen “Friedensdorf”
  • Duisburg “Winkelnhausen Bruchstr.”, ca. 850 Meter bis “Friemersheimer Straße”
  • Gevelsberg “Knapp Bahnhof”, ca. 450 Meter bis Hagen “Obervogelsang”
  • Oberhausen “Weilerstraße”, ca. 1.600 Meter bis Duisburg “Alexanderstraße”

Die Zukunft der Metropole Ruhr ist grün

Fünf-Minuten-Rede zur Listenaufstellung für die Direktwahl des Ruhrparlaments, 20. Juni 2020, Platz 3.

Wer sich in diesen Corona-Zeiten wundert, was da plötzlich alles so geht – Homeoffice, Entschleunigung, weniger Konsum, mehr Natur … dem können wir Grüne im Ruhrgebiet locker entgegnen: “Kein Wunder, ist ja auch ein zeitlich befristeter Ausnahmezustand : “nur bis der Impfstoff da ist”. Die Zauberformel kennen wir schon. Funktioniert.

Was anderes gab es auch nicht im Ruhrgebiet. Weil die Alliierten nach dem zweiten Weltkrieg die “Waffenschmiede Ruhr” möglichst klein halten wollten, schickten sie gleich drei Regierungspräsidenten hier hin. Damals o.k. … Nur blöd, dass die Besitzstandswahrer später, als es für die Montanindustrie ans Sterben ging, nicht dran dachten, die Strangulierung auch mal wieder zu lösen. Damit die Region trotzdem auf die Beine kommt, blieb uns bloss der zeitlich befristete Ausnahmezustand.

Die Internationale Bauausstellung Emscherpark, Ausnahmezustand für zehn Jahre. “Nur vorübergehend” erlaubte sie, dass sich Verwaltungen im Ruhrgebiet wieder über Grenzen hinweg trafen. Das brachte:

> den Emscherumbau,
> die Wiederentdeckung der regionalen Grünzüge,
> die einheitliche Regionalplanung samt Regionalverband Ruhr.

Das brachte

> die Industriekultur
> den mentalen Abschied von der Kohle!

Das brachte Chancen, die die grüne Umweltministerin Bärbel Höhn und der grüne Städtebauminister Michael Vesper, hervorragend nutzten:

Sie bauten

> touristische Radwege durch

> die Industrienatur zur

> Route der Industriekultur.

Wahrlich wegweisend!

Der grüne RVR-Chefplaner Thomas Rommelspacher, baute das System aus für die ganze Region. Sein Nachfolger Martin Tönnes sattelte das Konzept für den RS1 – den ersten Radschnellweg der Republik – drauf. Und Stefan Kuczera, unser neue grüner Chefplaner im RVR, kann jetzt alle Register ziehen für ein schnelleres, besseres, billigeres Ankommen mit Rad, Bus, Bahn samt Infrastruktur.

Welch ein Glück! Hart erkämpft!

Zeitlich begrenzter Ausnahmezustand Nummer zwei: die Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Dauerte nur ein Jahr. Sattelte auf der Industriekultur auf. Brachte jede Menge, unter anderem über 1 Mio. Menschen mit Bierzeltgarnituren, mit Fahrrädern und zu Fuß zu einer
> Demonstration regionaler Stärke auf die A40.

Das brachte

> messbare Imageverbesserungen,

> Sanften Tourismus und – vor allem –

> mit dem regionalen Kulturkonsens für uns Grüne das zentrale Argument, mit dem wir die Direktwahl des Ruhrparlaments
erstreiten konnten.

Nächster zeitlich begrenzter Ausnahmezustand wird die IGA 2027 sein. Wieder eine Riesen-Chance, grüne Impulse für diese Region zu setzen. Wer grüne Städte sehen will, wird dann nicht mehr nach Holland fahren, sondern in die Metropole Ruhr.

Dennoch. Bis Olympia wollen wir Grüne beim Thema Mobilität auf keinen Fall warten. Müssen wir auch nicht! Weil wir uns jetzt mit der Direktwahl den direkten Auftrag der Wähler*innen für unser grünes Programm abholen können. Wir wollen die regionale Stärke, die bisher immer nur temporär aufblitzen konnte, als Dauerzustand.

Wir wollen die prosperierende, lebenswerte, nachhaltige, klimaresiliente, zukunftsfähige, vernetzte, intelligente, kurzum Starke Grüne Metropole Ruhr, und zwar schnell.

Wir Grüne können wirklich selbstbewusst in den Wahlkampf gehen, weil wir nachhaltigen Wandel können. Wir sind die Partei der Zukunft. Und die Zukunft der Metropole Ruhr ist grün!

Liebe Freundinnen und Freunde, auch global betrachtet treten wir ein wertvolles grünes Erbe an. Gerade, weil das Ruhrgebiet auch seine Probleme hat, weil hier nicht unerreichbar “HochglanzMünchen” ist, sind die grünen Lösungen, die wir hier entwickeln können, so wertvoll, weil sie anderswo Mut machen.

Liebe Freundinnen und Freunde, ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen aus fast 14 Jahren RVR-Fraktionsvorsitz, aus der Begleitung der IBA, der IGA und der Kulturhauptstadt in die neue Fraktion einbringen. Mit Euch gemeinsam will ich Wahlkampf machen für eine starke grüne Metropole Ruhr. Dafür bitte ich Euch um Eure Stimme. Vielen Dank!

#RuhrPT20 #Ruhrwahl #Ruhrgebiet #Direktwahl #Kommunalwahl #rvr #rs1 #radschnellweg #MeinRuhrgebiet #Ruhrparlament #MetropoleRuhr #100JahreRVR #Industriekultur #Ruhr #GrueneRVR #GrueneRuhr #wenndannhier #Ruhr2010 #IGA2027 #Ruhrparteitag #

Klimaschutz: Dauerbaustelle des Ruhrgebiets

Ich freue mich sehr, dass die Fridays for Future-Bewegung an vielen Orten im Ruhrgebiet den öffentlichen Druck für mehr Klimaschutz mächtig erhöht hat. Seit jeher ist der Regionalverband Ruhr (RVR) wichtiger Akteur für den Klimaschutz im Ruhrgebiet. Wir Grüne im RVR haben uns stark für die Verankerung von Klimaschutz als Querschnittsthema in der Strategie des Regionalverbandes eingesetzt. Denn Klimaschutz ist für alle Arbeitsfelder des Regionalverbandes relevant:

1920 wurde der RVR als Umweltverband gegründet. Die in der Planung geschützten regionalen Grünzüge werden seither immer wichtiger für die Klimaanpassung. Für den aktiven Klimaschutz spielen die regionalen CO2-Bilanzen und das regionale Kataster für Solar- und für Gründächer des Regionalverbands eine wichtige Rolle. Der RVR als größter Waldbesitzer im Ruhrgebiet betreut zudem eine wichtige CO2-Senke, hat aber – wie sich in den letzten Jahren gezeigt hat – auch immer stärker mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Der neue Regionalplan Ruhr ist auch ein wirksames Instrument zur Sicherung von regionalen Grünzügen als klima-ökologische Ausgleichsräume. Das regionale Mobilitätsentwicklungskonzept treiben wir im RVR auch voran, um mehr Verkehr auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern. Auch der Radschnellweg Ruhr ist ganz klar unter dem Aspekt der Reduzierung der klimaschädlichen CO2-Emissionen entwickelt worden. Beim regionalen Radwegenetz ist der Regionalverband ohnehin federführend tätig. Selbst die Tourismus-Sparte des RVR, die den Binnentourismus beispielsweise mit der RuhrtopCard fördert, kann helfen CO2 zu vermeiden, denn wenn Menschen vor der eigenen Haustüre viele attraktive Freizeitangebote für sich entdecken, kann auch das klimaschädlichere Freizeitverhalten vermeiden helfen. Die Plattform klimametropole ruhr 2022 (www.ruhr2022.de) hilft zudem seit vielen Jahren, gute Ideen für den Klimaschutz städteübergreifend und zwischen den Bürger*innen auszutauschen. Alle diese Ansätze müssen weiter ausgebaut werden. Neue müssen hinzukommen. Fridays for Future unterstreicht zu Recht die Dringlichkeit dieser Arbeiten.

Vielen Dank!

7.001 Wählerinnen und Wähler haben mir als Direktkandidation für die Bundestagswahl im Wahlkreis Bochum / Herne II 2017  ihr Vertrauen ausgesprochen.  Vielen Dank !!! Dieses Ergebnis, mit dem ich bei dieser Wahl noch näher an das Ergebnis der Zweitstimmen gelangt bin als 2013, ermutigt mich, weiter zu kämpfen für grüne Werte und konkrete Politik. Auch nach der Wahl bin ich an Eurer/ Ihrer Meinung zu aktuellen Themen sehr interessiert. Wortmeldungen sind wie immer willkommen. Am besten per E-Mail an sabine@von-der-beck.de. Danke!

Grüne Spitzenkandidatin auf der Hauptstraße

Vier Tage vor der Bundestagswahl besuchte die grüne NRW-Spitzenkandidatin, Britta Haßelmann, unsere Stadt. Gemeinsam mit ihr sind wir von 13 bis 15 Uhr mit dem Fahrrad die Hauptstraße vom Eickeler Markt nach Wanne bis zum Cranger Tor heruntergeradelt. Wir haben an den unterschiedlichsten Stationen Halt gemacht und mit vielen Menschen gesprochen. Manche spontan, manche geplant. Britta ist parlamentarische Geschäftsführerin und kommunalpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion. Die Leitfrage lautete daher: Wie können Steuergelder gezielter und besser dosiert als bisher zur Unterstützung erfreulicher Entwicklungen eingesetzt werden? Hier die Eindrücke:
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Dieselgipfel ohne Substanz, aber dennoch nutzbar

Der Dieselgipfel der Stadt Herne war eine Showveranstaltung ohne Ergebnisse, die ein Dieselfahrverbot verhindern könnten. Nichtsdestotrotz sollte man die angebotenen Millionen nutzen, um ohnehin fällige Mobilitätsprojekte – möglichst in enger Abstimmung mit allen Ruhrgebietskommunen – nun schnellstmöglich voran zu bringen. Mein Bericht zum Dieselthema wurde es auf der Homepage der Herner Grünen und als Stellungnahme bei Halloherne veröffentlicht:

https://www.halloherne.de/artikel/von-der-beck-zum-herner-dieselgipfel-23712.htm

 

Luftreinhalteplan Ruhr und saubere Mobilitätskonzepte

Weil Verkehr und gesundheitsschädliche Abgase schließlich nicht an Stadt- oder Bezirksregierungsgrenzen halt machen, habe ich mit den Grünen im Ruhrgebiet angesichts der Dieseldebatte erneut gefordert, dass der Luftreinhalteplan mit der Umweltzone Ruhr für die Stickoxydbelastung fortgeschrieben wird.
Pressemeldung Grüne im RVR :Fortschreibung des Luftreinhalteplans Ruhr statt Dieselfahrverboten
Alternative Mobilitätskonzepte, die viel zu zögerlich angegangen werden, hatte ich außerdem bereits im April angemahnt:
Pressemeldung Grüne im RVR: Ruhrgebiet braucht attraktivere und gesündere Verkehrsangebote

Umweltbericht Ruhr zeigt: in der Umweltwirtschaft hat die Region die Nase vorn!

Im Regionalverband Ruhr wurde der erste „Bericht zur Lage der Umwelt in der Metropole Ruhr“ vorgestellt. In 15 Tätigkeitsfeldern wurde dabei die Lage der Umwelt umfassend analysiert. Während es in vielen Bereichen wie Klimaschutz, Energieverbrauch, Erneuerbare Energien, Verkehr, Luft, Lärm, Flächenverbrauch, Ökologischer Landbau, Biodiversität und Wasser – nicht überraschend – noch viel zu tun gibt, ist das Ruhrgebiet überraschenderweise in einem Bereich ganz vorn: nämlich in der Umweltwirtschaft. Weiterlesen →

Fast 5.000 € Schulden pro Kopf… und immer mehr Kassenkredite!

4.884 € in Bochum und mit 4.736 € in Herne entfallen durchschnittlich an Schulden auf jeden Einwohner. Diese Werte hat der Kommunalfinanzbericht Ruhr 2016 im Frühjahr für das Jahr 2015 ermittelt. Zehn Jahre zuvor, 2005, lagen die Werte noch weitaus niedriger, bei 2.867 Euro in Bochum und 2.813 Euro in Herne. Aber es kommt noch schlimmer: denn der Anteil der Kassenkredite ist im Vergleich zu den Investitionskrediten, denen in der Regel zumindest bleibende Werte gegenüberstehen, weiter gestiegen, wie eine soeben erschienene Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt: die mit Kontoüberziehungen bei Privathaushalten vergleichbaren Liquidiätskredite haben sich  von 2005 nach 2015 in Bochum von 584 €   auf 2182 €  fast vervierfacht, in Herne von 1.124 € auf 2.901 € mehr als verzweieinhalbfacht! Hier die Links Weiterlesen →

Die Zukunft der Metropole Ruhr ist grün

Fünf-Minuten-Rede zur Listenaufstellung für die Direktwahl des Ruhrparlaments, 20. Juni 2020, Platz 3.

Wer sich in diesen Corona-Zeiten wundert, was da plötzlich alles so geht – Homeoffice, Entschleunigung, weniger Konsum, mehr Natur … dem können wir Grüne im Ruhrgebiet locker entgegnen: “Kein Wunder, ist ja auch ein zeitlich befristeter Ausnahmezustand : “nur bis der Impfstoff da ist”. Die Zauberformel kennen wir schon. Funktioniert.

Was anderes gab es auch nicht im Ruhrgebiet. Weil die Alliierten nach dem zweiten Weltkrieg die “Waffenschmiede Ruhr” möglichst klein halten wollten, schickten sie gleich drei Regierungspräsidenten hier hin. Damals o.k. … Nur blöd, dass die Besitzstandswahrer später, als es für die Montanindustrie ans Sterben ging, nicht dran dachten, die Strangulierung auch mal wieder zu lösen. Damit die Region trotzdem auf die Beine kommt, blieb uns bloss der zeitlich befristete Ausnahmezustand.

Die Internationale Bauausstellung Emscherpark, Ausnahmezustand für zehn Jahre. “Nur vorübergehend” erlaubte sie, dass sich Verwaltungen im Ruhrgebiet wieder über Grenzen hinweg trafen. Das brachte:

> den Emscherumbau,
> die Wiederentdeckung der regionalen Grünzüge,
> die einheitliche Regionalplanung samt Regionalverband Ruhr.

Das brachte

> die Industriekultur
> den mentalen Abschied von der Kohle!

Das brachte Chancen, die die grüne Umweltministerin Bärbel Höhn und der grüne Städtebauminister Michael Vesper, hervorragend nutzten:

Sie bauten

> touristische Radwege durch

> die Industrienatur zur

> Route der Industriekultur.

Wahrlich wegweisend!

Der grüne RVR-Chefplaner Thomas Rommelspacher, baute das System aus für die ganze Region. Sein Nachfolger Martin Tönnes sattelte das Konzept für den RS1 – den ersten Radschnellweg der Republik – drauf. Und Stefan Kuczera, unser neue grüner Chefplaner im RVR, kann jetzt alle Register ziehen für ein schnelleres, besseres, billigeres Ankommen mit Rad, Bus, Bahn samt Infrastruktur.

Welch ein Glück! Hart erkämpft!

Zeitlich begrenzter Ausnahmezustand Nummer zwei: die Kulturhauptstadt Ruhr.2010. Dauerte nur ein Jahr. Sattelte auf der Industriekultur auf. Brachte jede Menge, unter anderem über 1 Mio. Menschen mit Bierzeltgarnituren, mit Fahrrädern und zu Fuß zu einer
> Demonstration regionaler Stärke auf die A40.

Das brachte

> messbare Imageverbesserungen,

> Sanften Tourismus und – vor allem –

> mit dem regionalen Kulturkonsens für uns Grüne das zentrale Argument, mit dem wir die Direktwahl des Ruhrparlaments
erstreiten konnten.

Nächster zeitlich begrenzter Ausnahmezustand wird die IGA 2027 sein. Wieder eine Riesen-Chance, grüne Impulse für diese Region zu setzen. Wer grüne Städte sehen will, wird dann nicht mehr nach Holland fahren, sondern in die Metropole Ruhr.

Dennoch. Bis Olympia wollen wir Grüne beim Thema Mobilität auf keinen Fall warten. Müssen wir auch nicht! Weil wir uns jetzt mit der Direktwahl den direkten Auftrag der Wähler*innen für unser grünes Programm abholen können. Wir wollen die regionale Stärke, die bisher immer nur temporär aufblitzen konnte, als Dauerzustand.

Wir wollen die prosperierende, lebenswerte, nachhaltige, klimaresiliente, zukunftsfähige, vernetzte, intelligente, kurzum Starke Grüne Metropole Ruhr, und zwar schnell.

Wir Grüne können wirklich selbstbewusst in den Wahlkampf gehen, weil wir nachhaltigen Wandel können. Wir sind die Partei der Zukunft. Und die Zukunft der Metropole Ruhr ist grün!

Liebe Freundinnen und Freunde, auch global betrachtet treten wir ein wertvolles grünes Erbe an. Gerade, weil das Ruhrgebiet auch seine Probleme hat, weil hier nicht unerreichbar “HochglanzMünchen” ist, sind die grünen Lösungen, die wir hier entwickeln können, so wertvoll, weil sie anderswo Mut machen.

Liebe Freundinnen und Freunde, ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen aus fast 14 Jahren RVR-Fraktionsvorsitz, aus der Begleitung der IBA, der IGA und der Kulturhauptstadt in die neue Fraktion einbringen. Mit Euch gemeinsam will ich Wahlkampf machen für eine starke grüne Metropole Ruhr. Dafür bitte ich Euch um Eure Stimme. Vielen Dank!

#RuhrPT20 #Ruhrwahl #Ruhrgebiet #Direktwahl #Kommunalwahl #rvr #rs1 #radschnellweg #MeinRuhrgebiet #Ruhrparlament #MetropoleRuhr #100JahreRVR #Industriekultur #Ruhr #GrueneRVR #GrueneRuhr #wenndannhier #Ruhr2010 #IGA2027 #Ruhrparteitag #

Kletterpflanzenplakatlaterne – exklusiv für Herne!

Diese Plakatserie habe ich exklusiv für den Bundestagswahlkampf in Herne entwickelt: mit dem Bild einer Kletterpflanze, die sich auf fünf Plakaten an Laternenmasten hochrankt, möchte ich auf soziale Projekte des grünen Bundestagswahlprogramms aufmerksam machen: Familien entlasten, Kinder fördern, Startgeld für Startups, Weiterbildung weiter denken, Aufstiegschancen für alle und gute soziale Absicherung für Kreative. Zum Nachlesen: Das grüne Wahlprogramm-Kapitel “Gerechtigkeit im Sinn”.

Demokratie, Geld und die Kommunen …

Ich habe mich entschlossen, für den Bundestag 2017 zu kandidieren, weil 2020 absehbar ein entscheidendes Jahr für die Demokratie in Deutschland wird.  Ein Jahr, mit dem das Schicksal der Kommunen grundlegend verändert werden kann. Denn 2020 läuft der Länderfinanzausgleich zusammen mit dem Solidarpakt II aus und außerdem greift die Schuldenbremse. Ein ideales Zeitfenster, um die Finanzarchi­tektur und den Föderalismus der Republik besser aufzu­stellen: mit klaren Zuständigkeiten, eindeutigen Verant­wortungen, sachgerechten Finanzen und transparen­ten Ent­scheidungsprozessen für eine funktionierende Demokratie. Das war uns Grünen immer wichtig, jetzt wird es dringend! Weiterlesen →

Aus den Medien 2013